2026-01-09
Wenn Feueralarme die Stille durchdringen und Rauch alles einhüllt, was wird dann zur entscheidenden Lebensader, die das Überleben sichert? Die Antwort liegt in drei wesentlichen Systemen: Notbeleuchtung, die Fluchtwege weist, Brandmeldesysteme, die Notsignale weiterleiten, und die robuste Stromversorgung, die die Feuerwehrausrüstung antreibt. All dies hängt von einer elektrischen Lebensader ab, die unter extremen Bedingungen betriebsbereit bleibt – mineralisolierte Kabel (MICC).
Diese Kabel, die auch als Pyro-Kabel oder MICC (mineralisolierte, kupferummantelte Kabel) bekannt sind, zeichnen sich durch eine einzigartige Konstruktion aus: Kupferleiter, die in einer Kupferummantelung eingeschlossen sind, wobei anorganisches Magnesiumoxid-Pulver als Isolierung dient. Dieses Design verleiht MICC-Kabeln außergewöhnliche Feuerbeständigkeit, Zuverlässigkeit und elektrische Sicherheit, wodurch sie sich ideal für Hochrisikoumgebungen wie Brandmeldeanlagen, Notbeleuchtung und Industrieanlagen eignen.
Wenn das Mantelmaterial nicht aus Kupfer besteht, werden die Kabel als MIMS (mineralisolierte, metallummantelte Kabel) bezeichnet, die häufig in korrosiven Umgebungen, bei Hochtemperaturanwendungen oder in Situationen eingesetzt werden, in denen keine Kupferummantelung erforderlich ist. Sowohl MICC- als auch MIMS-Kabel behalten die Kernvorteile der Mineralisolierung bei und gewährleisten Haltbarkeit, Hitzebeständigkeit und elektrische Zuverlässigkeit unter rauen Bedingungen.
In Brandfällen dienen MICC-Kabel als Rückgrat für die Aufrechterhaltung kritischer Stromkreise – Fluchtbeleuchtung, Brandsensoren, Alarmsysteme, Aufzüge, Wasserpumpen und Rauchabzugsanlagen. Ihr kontinuierlicher Betrieb erweist sich als entscheidend für Evakuierungsverfahren und Feuerwehreinsätze. Im krassen Gegensatz dazu versagen herkömmliche Kunststoffkabel unter Brandbedingungen oft katastrophal.
Während viele Hersteller halogenfreie Polymere wie Polyethylen (PE) und vernetztes Polyethylen (XLPE) aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und einfachen Verarbeitung bevorzugen, bergen diese Materialien erhebliche Brandrisiken. Polyethylen weist hohe Brandlasteigenschaften auf, die die Flammenausbreitung erleichtern. Noch kritischer ist, dass brennendes Polyethylen tödliche Mengen an Kohlenmonoxid erzeugt. Kunststoffkabel bergen auch das Risiko einer Überlastung, wenn sie durch Kurzschluss oder durch herabfallende Trümmer beschädigt werden, wodurch giftiger Rauch und Gase entstehen. Gemäß den NES713-Standards können Wasserstoffchlorid (HCL)-Konzentrationen von 500 ppm tödlich sein und gleichzeitig empfindliche Computernetzwerke und -geräte korrodieren. Selbst raucharme, halogenfreie Kabel (LSZH) zeigen in mehreren Brandschutzstudien nur geringfügige Leistungsverbesserungen gegenüber herkömmlichen Kabeln.
Mineralisolierte, feuerbeständige Kabel, die von MICC-Spezialisten entwickelt wurden, verwenden anorganische Materialien, die während Bränden keine Rauch- und Giftgasemissionen verursachen. Ihre robuste mechanische Konstruktion hält Stößen durch herabfallende Gegenstände und Wasserspritzern stand. In rauchgefüllten Umgebungen verbessern MICC-Kabel die Evakuierungssicherheit erheblich und eignen sich daher besonders für unterirdische Bauwerke wie Straßentunnel, Parkhäuser und Versorgungstunnel. Ihre Installation wird dringend empfohlen – und ist oft durch lokale Vorschriften vorgeschrieben – in Verkehrsknotenpunkten, kulturellen Einrichtungen und Gebäuden mit hoher Belegung.
MICC-Kabel bestehen aus drei anorganischen Komponenten: Kupferleitern, Magnesiumoxid (MgO)-Isolierung und Kupferummantelung. Gemäß den IES228-Standards schmelzen Kupferelemente bei 1083 °C (1981 °F), während hochreines MgO Temperaturen bis zu 2800 °C (5072 °F) standhält. Dies ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb bei Umgebungstemperaturen von bis zu 1000 °C (1832 °F) – ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Kabeln. Bei der MICC-Herstellung wird die nahtlose Rohrtechnologie anstelle von geschweißten Rohren eingesetzt, um eine einwandfreie Konstruktion für unternehmenskritische Anwendungen zu gewährleisten. Die metallurgische Konsistenz nahtloser MICC-Kabel eliminiert strukturelle Schwachstellen und Kontaminationsrisiken, die mit dem Schweißen verbunden sind.
Für spezielle Anwendungen, die eine ästhetische Abstimmung erfordern (z. B. architektonische Integration oder Veranstaltungsorte), kann MICC eine raucharme und rauchfreie (LSF) Außenummantelung in kundenspezifischen Farben auftragen.
MICC-Kabel bilden in sich geschlossene Systeme ohne Polymerkomponenten, Zinkelemente oder Rohrleitungsanforderungen. Sie werden nicht von Problemen im Zusammenhang mit Rohrleitungen beeinträchtigt und erfüllen durchweg die UL2196/ULC-S139-Standards für einen zweistündigen Feuerwiderstand. Der UL2196-Test stellt die weltweit strengste Bewertung von Kabeln dar und übertrifft alle anderen Standards mit seinem Temperaturschwellenwert von 1020 °C (1868 °F), der vollständigen vertikalen/horizontalen Probenahme und der Simulation von Feuerwehrschläuchen.
Wenn die menschliche Sicherheit auf dem Spiel steht, bieten mineralisolierte Kabel eine kompromisslose Brandschutzbarriere für kritische Infrastruktursysteme.
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